Kulturelles Erbe im Salzkammergut
00:00:00: selten sind in schriftlichen Quellen die Namen von mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Technikern überliefert.
00:00:10: Mit Thomas Seeauer dem Alten haben wir aber im Inneren Halskammergut eine bemerkenswerte Ausnahme, dass der Name von Thomas Seeauer bis in unsere Zeit überliefert worden ist mehrere Umstände ausschlaggebend.
00:00:33: Es ist einerseits sicher seine sichtbare Tätigkeit, die seine Zeitgenossen aber auch den Nachfolgegenerationen so beeindruckt hat wie etwa die Seeglause, wie die Regulierung des wilden Laufen, wie der Regulierungen des Traumfalls bei Rotam dass diese Werke ihn überdauert haben.
00:01:00: Zum Teil war er zu unverändert bis in die Gegenwart und das ist hier auch eine mündliche Überlieferung im Volk, bis zumindest zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gab.
00:01:14: Ein weiterer Umstand der dafür gesorgt hat dass uns sein Name überliefert geblieben ist, Erstand erhoben worden ist und dass es die Familie Seeauer auch bis ins zwanzigste Jahrhundert gegeben hat.
00:01:38: Das ist also neben der Volksüberlieferung eine Familienüberlieferungen gab, die zum Teil auch verschriftlicht wurden ist und darüber hinaus das auch in den Akten des Saltooberamts oder auch in dem Akten welchem Wiener Hofkammer- und Finanzarchif fliegt Thomas Seeauer und auch Sensorenwolf Seeauer entsprechend Niederschlag gefunden haben.
00:02:05: Für den Niederschlag in diesen schriftlichen Akten da sprechen für mich diese sehr interessanten Umstände einer sehr spannenden Episode, das ist das zweite Viertel des sechzehn Jahrhunderts.
00:02:22: ich habe vom Podcast Weltjahre Hallstedt schon Einige Episoden über diesen Zeitraum gestalten insbesondere auch die, über das erste Reformationslippel wie die Regierungszeit für den Anden des Ersten.
00:02:37: Ich werde in den Show-Nodes zu dieser Episode einen Link zu diesen Episodern stellen wenn sie sich für dieses Thema tiefer interessieren.
00:02:48: Aber jetzt zurück zur besonderen Situation im zweiten Viertel.
00:02:56: Dieser Zeitraum, der Beginn des sechzehn Jahrhunderts gilt ja allgemein in der Geschichtsforschung als den Beginn der Neuzeit.
00:03:05: Das ist diese Epoche eines sehr schnellen gesellschaftlichen Veränderungsprozesses.
00:03:14: das Mittelalter geht zu Ende und eine neue Epocha beginnt.
00:03:19: Dieses Zeitalter wird auch manchmal als das Zeitalte der Erfindungen und Entdeckungen genannt.
00:03:25: Eine der wesentlichen Erfindung dieser Zeit ist zum Beispiel den Buchdruck oder die Erfindungs-Schwarzpulver, aber auch die Entwicklung Amerikas.
00:03:37: Also es passiert sehr viel auf der Welt Aber es passiert auch sehr viel lokal.
00:03:46: Besonders für Salzkammergut ist es bedeutend, dass es den Habsburgern gelingt, Böhmen und einen kleinen Teil Ungarns zu erwerben.
00:03:56: Und mit diesem Erwerb die Habsburger auch die Salz merkte.
00:04:01: Dieser Länder ererben und feilten damals über das Salz so viel Geld verdient worden als es waren.
00:04:09: bis zu sechzig Prozent des gesamten Staatshaushalts wurden über die Salzsteuer oder das Salzgefell eingenommen, sodass natürlich auf der Eroberung dieser Salzmärkte besonders hoher Wert gelegt wurde.
00:04:26: Und dass man quasi alle Hebel in Bewegung setzte um diese Märkte zu erwärmen und da waren ganz prosaische Dinge erforderlich wie eben der Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur.
00:04:43: Nach Möglichkeit versuchte man den Wasserweg zu nutzen, denn der war zu dieser Zeit uns sehr lange.
00:04:51: Also bis zur Einführung der Eisenbahn war der Wasserweg die Binnenwasserwege die effizienteste Möglichkeit Güter zu transportieren.
00:05:03: und da kommen wir jetzt schon zu diesen Projekten des See.
00:05:08: Es gilt einerseits die Schiffbarmachung der Trauen also das Salz Vom Salz kann man gut über die Traut Richtung Norden zu transportieren und in weiterer Folge nach Böhmen, das ist eben dieses Thema.
00:05:24: Und diese Erschließung Böhmens über den Wasserweg geht schon sehr früh zurück.
00:05:31: Die geht eigentlich schon ins vierzehnte Jahrhundert zurück.
00:05:35: Bereits im vierzehn Jahrhunderte hatte der damalige Römisch-Deutsche Kaiser Karl IV.
00:05:41: auch König von Böhmen war die Idee, diese Gebiete Verkehrstechnik zusammenbringen und da gab es eine Verbindungskanal von der Donau zur Moldau was aber für diese Zeit also das vierzehnte Jahrhundert ein Ding der Unmöglichkeit war also der galtes Jahr Höhenunterschiede von mehreren hundert Metern überwinden.
00:06:05: man hätte damals Zick-Schleusen gebraucht, um diese Höhenunterschiede von der Donau zum Boulder zu überwinden.
00:06:14: Es gab ein ähnliches Projekt im Neunzehnhundert, wo man sich das genau angesehen hat.
00:06:19: und nach dem Neunzenehundert ist dann dieses Projekt nicht so ausführngelangt.
00:06:24: Also es gab dieses Zwischenstück so grob zwischen Linz und Budweiß.
00:06:31: Das musste nach wie vor auf dem Landweg bewältigt werden aber Von Putoweis bis Prag stand wieder der Wasserweg, der Moldau zur Verfügung und genau dort wurde Thomas Seeauer aufgrund seiner Erkenntnisse die ihm Salzkammer gut gezeigt hat eingesetzt.
00:06:54: Also er war hier als Berater tätig.
00:06:57: Vielleicht auch das ganz wichtig!
00:07:00: Thomas Seeauer war von seiner ursprünglichen Funktion ein Holzhacker.
00:07:07: Also er kam aus der Holzwirtschaft, aus der Holzbeschaffung für die Saline und auch da habe ich ja schon in einigen Episoden dieses Podcasts darüber gesprochen wie entscheidend, wie wichtig das Feuerungsholz für die Salzpfanne war um entsprechende Mengen Salz produzieren zu können.
00:07:32: Vielleicht hier einen kurzen Exkurs was wir über seine familiären Wurzeln wissen.
00:07:41: Bereits in der Gründung, in der Markterhebungsurkunde von Königin Elisabeth ist ein Bertolt Seeauer erwähnt und es gibt bereits Mitte des vierzehnten Jahrhunderts Hinweise auf einen Heinrich-Seeauer, der Herr Beisenhower erricht.
00:08:03: Also es war diese Familie durchaus der lokalen Oberschicht zuzurechnen, wobei auch hier wieder wir zwar die Namen Seeau in diesen frühen Urkunden finden.
00:08:19: Es aber nicht sich ist.
00:08:21: und auch hier findet gerade der Wechsel von den Herkunftsbezeichnungen zur den Fabilen-Bezeichnung statt.
00:08:29: Das heißt es gibt die Seeau das ist dieses rote Haus.
00:08:35: am Hall steht, dass er auch heute noch sehr dominant positioniert ist.
00:08:43: Denn Eindruck eines herrschaftlichen Hauses vermittelt.
00:08:46: das ist die Seeau und es muss jetzt keine Blutsverwandtschaft zwischen diesen im vierzehn Jahrhundert erwähnten Seeauern zu dem Thomas-Seeauer sein.
00:08:59: Es kann genauso gut sein, dass die Herren, dass sie eben diese Seeau in Aube saßen, das ist nicht geklärt.
00:09:08: Thomas Seeauer war also nicht ein einfacher Holzknecht der körperliche Arbeit verrichtete sondern er stand schon natürlich in der Stufe darüber.
00:09:19: Er war eher jene der die Holzarbeit organisierte.
00:09:24: Die Holzarbeit war ja in sogenannten Werkstätten eingeteilt im Wald.
00:09:29: Es gibt den Hallstadt zum Beispiel noch.
00:09:31: diese Waldbezeichnung Währestadt Erinnert noch an diese alten Werkstätten, an diese Schläge.
00:09:40: Thomas Seeauer als sogenannte Holzmeister war dafür verantwortlich Holzknechte-Holzhacker anzustellen die zu bezahlen und in den staatlichen Forsten quasi als Beamter sehr spielte so fast eine dreifache Rolle.
00:10:00: also er war einerseits Der Besitzer, der Gutsbesitzer in der Seeau war selbständiger Bauer, der dieses Gut natürlich auch wieder von Arbeitern bewirtschaften ist.
00:10:13: Er war bis zu einem gewissen Grad selbstständiger Unternehmer allerdings in einem staatlichen Gefüge und war gleichzeitig staatlicher Beamter.
00:10:27: also er war dazu verpflichtet oder er durfte In den staatlichen, den Habsburgischen Wäldern Holzfällen sorgte dafür das dieses Holz gebracht wurde.
00:10:41: Das dieses Holz getrifftet wurde.
00:10:44: Dass dieses Holz zu den Salzpfannen gebracht wurde und erstellte auch den Fertigern die ja auch wieder in einer ähnlichen Position waren.
00:10:54: Auch die Fertiger waren keine vollkommen freien Unternehmer sondern auch übernahmen ja der Salz zu einem festgesetzten Preis von der staatlichen Produktion und sorgten dann für den Betrieb.
00:11:08: Die Holzmeister lieferten auch den Fertigern, das Holz für die Salzverpackungen, für die Küfen.
00:11:14: also auch zu diesen Themen gibt es natürlich schon Episoden dieses Modkast auch dazu in die Show Notes Links.
00:11:23: Und in diesem Rahmen, in einem Mischbereich aus selbständiger Tätigkeit und bei Amtendätigkeit wirkte Thomas sehr.
00:11:34: es gibt keine genaue Überlieferung seines Geburtsdatums.
00:11:38: er dürfte so etwa um fifteenhundert geboren sein.
00:11:44: Sein Tod ist hingegen relativ genau überliefert.
00:11:49: also Für sein Todesjahr kann man schon auf das schriftlichen gewählen, das kann man ziemlich genau zwischen fifteenhundertsechs und achtzig und fünfzehnundziemundachzig einordnen.
00:12:00: Also er ist ja sehr alt geworden fast neunzig Jahre.
00:12:05: Er bewirbte sich in seiner Tätigkeit als sogenannte Holzmeister, dass er dann auch andere Aufgaben übernahm.
00:12:14: Der wurde dann auch Würmeister.
00:12:18: WürMeister das ist!
00:12:20: Was wir im Dialekt heute als ein Wir, als eine Uferbefestigung bezeichnen.
00:12:26: Er setzte seine Kenntnisse sein Wissen dazu ein Wasserbauch zu betreiben also die Traun schiffbar zu machen und das war eigentlich eine ganz neue Tätigkeit.
00:12:40: Das denke ich ist genau dieses Spanne der dieser Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit.
00:12:47: Dass auf einmal Menschen sich aus dem Volk, aus dem Handwerk erheben selbst nicht mehr als Handwerker tätig sind aber über ein Wissen verfügen was den damaligen Gelierten als Bücherwissen nicht zu Verfügung stand.
00:13:08: also praktisches Erfahrungswissen das Wissen Wie führt man Wasserbauten aus und auch der Mut zur Innovation?
00:13:18: Also Dinge auszuprobieren, einfach neu anzuwenden und größer zu denken.
00:13:27: Und dieses grössere Denken kommt natürlich Thomas sehr aus einer Tradition.
00:13:34: Das heißt ein Werk das ihm zugeschrieben wird, dass ja unmittelbar in unmittelbaren Ehe zu der Seeau, also zum Stammsitz liegt.
00:13:45: Das ist die Seeglause aber die wurde bereits fifteenhundertel verrichtet.
00:13:51: das heißt da war Thomas Seeauer noch ein Kind.
00:13:57: es ist aber überliefert dass er bei der Seeglaus um fünfzehnhundertsechzig doch sehr starke Veränderungen an der Seglaus durchgeführt hat.
00:14:09: Er hat auch dort schon Erfahrungen gesammelt und dann ist quasi sein Wissentrauen abwärts gefasst.
00:14:21: Man merkt auch aus seiner Karriere, der er gemacht hat wie gefragt damals diese Technikerpersönlichkeiten waren also diese innovativen Menschen die Handwerkliches Wissen besassen, es ist weniger das Können.
00:14:39: Es ist eher das Wissen die den Mut und die Idee zu Innovationen hatten.
00:14:46: Die waren heiß begehrt und gesucht und man merkt dass in den überlieferten Quellen wie sich seine Vorgesetzten – die Beamten der Hofkammer bis hinauf zum Kaiser – sich um seine Expertise gerissen haben und was er sich quasi auch alles erlauben konnte.
00:15:06: Das heißt, der nächste Schritt nach der Seeklausel ist dann auch der wilde Laufen.
00:15:14: Die Schiffbarmachung des Wilden Laufens ist nicht ausschließlich sein Werk.
00:15:18: Auch hier war er beratend tätig, das ist dokumentiert in Kommissionsprotokoll wo er eben auch seine Expertise eingebracht hat was ja für mich ein Augeöffner war diese Schriftstücke die im Hofkamarchiv fliegt diese Protokolle von den Beratungen, wie modern hier eigentlich vorgegangen wurde.
00:15:39: Also dass bei diesen Projekten nicht nur eine Person gehört wird sondern dass da Kommissionen aus zahlreichen Personen zusammengesetzt wurden und die haben sich beraten und die Beamten des Salzamt haben dann aus den verschiedenen geäußerten Ansichten Die plausibelsten, die interessantesten Ansätze herausgenommen.
00:16:06: teilweise miteinander kombiniert und so eigentlich mit einer sehr sicheren Methode sind diese natürlich für die damaligen Zeit auch extrem teuren Projekte angegangen.
00:16:19: Sein wirklich berühmtes dieses Projekt das ist wirklich seine größte Innovation!
00:16:30: reitet sich sein Rom und dann wird er eben geholt, vorher kurz angesprochen zur Regulierung der Moldau auf der Strecke von Putweis nach Prag.
00:16:43: Dann geht es weiter!
00:16:45: Dann wird er geholt zu Schiefbarmachung der ENS.
00:16:49: Da gibt's ja das Thema Eisnerzgewinnung am Erzberg Eisenverarbeitung von der Innerberger Gewerkschaft.
00:16:58: auch hier wird natürlich extrem viel Holz gebraucht, als Energieträger zur Gewinnung der Holzkohle für die Eisenverhütung.
00:17:07: Und da ist er beteiligt im Gesäuse bei Großreifling Mitte der fünften Sechzigerjahre eine riesengroße für die damalige Zeit größte Rechenanlage zu konzipieren also ein Holzrechen wo das getriftete Holz wieder aufgefangen wurde.
00:17:27: und dann ging Ende seines Lebens wird er auch noch als Berater für die Schiffbarmachung der Muhr herangezogen.
00:17:37: Thomas Seeauer war zweimal verheiratet, hatte aus diesen zwei Ehen neun Söhne und elf Töchter.
00:17:47: und von diesen Kindern taucht eigentlich eines sehr oft in den Akten auf – das war sein Sohn Wolf Seeauer war natürlich Thomas Seeauer, der Vater schon so mächtig und quasi so unempierlich mit seiner technischen Expertise.
00:18:08: Dass es ihm gelang, dass für seinen Sohn, für Wolf Seeauer in den Fünfzehn-Siebzigerjahren ein neuer Beamtenbosten geschaffen wurde, derjenige eines Waldmeisters – das war wirklich ein unglaublicher Mächtigerbosten er war!
00:18:28: Oberste Beamte für die gesamten Forster des Salzkammerguts, aber nicht nur für die Kaiserlichen sondern auch für die Forst der Klöster in diesem Gebiet lagen und deren Holz noch für das Halsgewinnung herangezogen wurde.
00:18:48: Dieser Wolf Seeauer ist natürlich dann klassischerweise in die Falle der Korruption getappt also aber einerseits Der oberste Aufsichtsbeamte betrieb aber selbst nach wie vor noch die Funktion eines Holzmeisters.
00:19:06: Es wurde ihm zwar bei Amtsantritt verboten, als Holzmeister tätig zu sein also quasi nicht jene Tätigkeiten auszuführen für dir auch als Aufsichtsbeamter dann zuständig war.
00:19:23: Ertriebs aber so arg dass er sogar noch wieder sein Vater Thomas Seeauer in den Ruhestand trat, dass er auch noch die Holzwerkstätten seines Vaters übernahm und dann wirklich Missbrauch betrieb.
00:19:40: Und da gibt es sehr umfangreiche Aktenbestände.
00:19:43: also gehabt einerseits bereits Jungholz, also Bäume die noch gar nicht ausgereift waren Juveniles Schwachholz schlägern lassen Weil das günstig gelegen war mit geringen Transportkosten verbunden, war für ihn hohe Erträgebrachte.
00:20:01: Er ließ Schiefholz als.
00:20:03: es gab eigene Waldungen mit besonders schlanken geradwüchsigen Astfreien Stämmen die für den Bau der großen Salzziel geeignet waren.
00:20:14: Er liess dieses Schiefholt zu Schlagen und zu Brennholz verarbeiten.
00:20:20: Er ließ Holzmarken fälschen.
00:20:22: Es war, je nachdem wo der Holzschlag die Werkstatt war wie schwierig der Transport vom Schlägerungsort zur Salzpfanne war, gab es unterschiedliche Geldvergütungen für den Transportaufwand.
00:20:37: und woher das Holz stammte wurde mit sogenannten Holzmarkn, die an die Hirnholzflächen in der Stimme eingeschlagen wurden markiert sodass ein Holz bei den gar nicht so hohe Transportkosten bestanden, dennoch sehr hohe Transportengelte dafür kassierte.
00:20:58: Und da stand er so.
00:21:00: und da wird auch wieder dieser soziale Konflikt sich angeklagt wird – Wolf Seeauer von Freihand von Heim.
00:21:09: die Heimer das ist eine alte Adolfamilie.
00:21:13: beambten Hans von HeIM war Die der österreichische Regierungsrat war auch Verwalter der Landeshauptmannschaft im Landob der Enns und dieser Freier von Heim führte Klagen gegen diese Missstände, die unter Wolf Seeauer herrschten.
00:21:32: Aber Wolf Seeau hatte als Verbündeten den Salzaramtmann Neuhauser, der sich wieder dann für ihn verbürgt – also da gibt es einen sehr reichhaltigen Schriftverkehr hin- und her zwischen Beschuldigungen, Rechtfertigung.
00:21:50: jedenfalls wird hier sichtbar.
00:21:54: Thomas Sear und natürlich auch sein Sohn Wolfseer – das sind die Neureichen!
00:21:59: Das sind die, die sich aus einer unteren Volksschicht in den Aserstand erhoben haben?
00:22:08: Dann gibt es den Freiherrn von Heim der bereits dem Aserstrand angehört und sich gegen diese Aufsteiger wert.
00:22:16: Und dann gibt es den Salzamtmann Neuhauser, der sich vor diesen Neureichen, vor deren Macht und Geld schon beugt und denen schon zuarbeitet.
00:22:30: Gegen Wolfs sehr läuft auch die Anklage.
00:22:35: Er hat mit seinem Vater bereits bei der Mur-Schiefbarmachung mitgearbeitet, nachdem sein Vater Thomas in den Ruhestand gedrehten ist übernimmt dann Wolf Seeauer dem Urschiefbarmachung.
00:22:49: Er dürfte aber technisch nicht mehr die Begabung seines Vaters besitzen, also er wird nicht mehr derartig enthousiastisch geräumt und erstirbt dann bereits fünftzehn zweiundneinzig also etwa fünf sieben Jahre nach seinem Vater stirbt dann zu Graz wo auch bestattet ist und die Familie Seeauer lebt wie gesagt Weiter, es gibt dann auch einen Nicht-Adeligenzweig.
00:23:20: ja und auch in Hallstadt war das Hotel am Landungsplatz.
00:23:27: Das Hotel Seeauer ist ein Stamm dieser Familie die letztlich von Thomas Seeauer dem alten Abstand und der beginn... ...das südliche Beginn der Gosarmülstraße Bühel unter der katholischen Kirche, der heißt ja auch Intellekter Seaulerbühe.
00:23:47: Das ist natürlich auch da steckt auch dieser Name Seeauer drinnen.
00:23:53: Thomas Seeauer sucht in den späten Fünfzehn-Siebzigerjahren wo er in den Rundstand tritt und Knadengeld an.
00:24:02: Knadengeld das entspricht unserer heutigen Pension Und dieses Knadengeld wird ihm auch gewährt allerdings unter der Bedingung ermöge doch noch zwei Junge abrichten, also ausbilden.
00:24:19: Und dann ist aber Thomas Seeauer schon so frech und selbstbewusst, dass er den kaiserlichen Behörden zurückschreibt, nein, das macht er nicht, denn er hat ja bereits zwei seiner Söhne.
00:24:34: eben diesen korrupten Wolf sehr ausgebissen ist, dass sein Sohn korruptisch schreibt und natürlich nicht.
00:24:40: Und das fressen die kaiserlichen Stellen also das wird akzeptiert ja bekommt sein Gnadengeld.
00:24:48: Das zeigt auch wieder wie unempierlich wirklich wichtig diese Rolle eines Technikers zu dieser Zeit war und wie wertgeschätzt sein Wissen und Können war, um was er sich eigentlich erlauben konnte.
00:25:12: Thomas Seeauer der Alte hat bereits zu Lebzeiten in der Kirche zuäusern für sich eine Grabkabelle gestiftet Und in dieser Grabkabel gibt es Überlieferungen.
00:25:27: Da gab's einerseits einen Epidaf über diese Epidaphien gibt ja auch eine Episode dieses Buch Kastas, also eine Grabplatte.
00:25:38: Und es gab Inschriften in dieser Grabkabelle die seine Taten ründen.
00:25:43: aber bereits um siebzehnhundert gibt schon die Berichte dass diese Inschrift nicht mehr lesbar sind und auch der Epidafis verloren gegangen.
00:25:52: man kann sich das etwa vorstellen wenn man in der Vorhalle der Pfarrkirchen aus See sich die Epidaven anschaut.
00:26:02: da gibts Denn ich bedarf des Ritters von Braunfalk.
00:26:06: Braunfark ist quasi der in Aussee, was Seeauer auf der österreichischen Seite war.
00:26:15: BraunFalk ein ähnlicher Erfolgsmensch und Aufsteiger auch zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts.
00:26:24: Und auch BraunFalck wurde nobilitiert oder zum Ritter von BraunFalt auf diesem Epidaf in einer Ritterrüstung dargestellt.
00:26:35: Vielleicht hat dieser seauerische Epidav auch ähnlich ausgesehen, vielleicht ist auch dieser seauerische Epidarf irgendwann einmal als Wegplatte verlegt worden und dann wurde so lange drüber gegangen bis das Bildnis und die Inschrift getilgt waren.
00:26:56: oder diese Hoffnung habe ich auch vielleicht?
00:27:00: liegt dieser Epitaph irgendwo, jetzt unter Anführungszeichen mit dem Gesicht und der Schausseite nach unten.
00:27:07: Vielleicht taucht er wieder einmal auf?
00:27:10: Und wir haben dann ein Bild dieses See aus.
00:27:16: Übrig geblieben von Thomas Seeo, dem Alten Sint.
00:27:22: sicher seine Werke!
00:27:24: Und übrig gebliebene ist das rote Haus in der Seeau Ein wirklich herrschaftlicher Sitz, der uns auch heute noch daran erinnert, dass es auch zu Beginn des sechzehn Jahrhunderts möglich war.
00:27:44: Wenn man genau das technologisches Wissen besaß, das zu der Zeit nachgefragt wurde?
00:27:54: Dass auch in einem feudalen System der Aufstieg von einem Holzhacker, wie ihn manchmal seine Feinde bezeichnet haben zu einem Adeligen durchaus möglich war.