Kulturelles Erbe im Salzkammergut
00:00:00: wenn man in Hallstadt lebt, wo vor allen Dingen im Winter halb Jahr die Sonne nicht immer und nicht an jedem Ort scheint.
00:00:12: Da bekommt die Frage oder die Beobachtung wann scheint die Sonnen?
00:00:20: Wo scheint die sonne eine ganz besondere Bedeutung.
00:00:24: und ich bin davon überzeugt dass das Nicht nur jetzt in unserer Gegenwart zu ist, sondern dass diese Frage auch schon die Menschen beschäftigt hat.
00:00:38: Die vor Jahrtausenden hergelebt haben.
00:00:40: und dafür gibt es aber auch Indizien In der Episode über den Rudolfsturm.
00:00:48: Und ich stelle in die Show notes einen Link zu dieser Episode Da habe ich darüber berichtet das der Rudolfs Turm Das ist ein Baugörper mit einem quadratischen Grundriss so ausgerichtet ist, dass die Diagonalen des Grundrissquadrats ziemlich genau in die Haupthimmelsrichtungen weisen.
00:01:13: Und das ist für mich ein Indiz gerade einem Bauplatz wie einen Turmkugel, wo man auf dieser Kuppe relativ frei ist, wie man den Grundrissen drehen kann.
00:01:27: Es gibt ja wenn man sich nach der Sonne orientiert einen quadratischen Grundris zu orientieren hat, orientieren.
00:01:36: im Wort orientieren steckt er da orient der Osten.
00:01:40: also das steckt ja schon eine dieser haupt Himmelsrichtungen oder Kardinalrichtung sprachlich drinnen.
00:01:48: Dann gibt es die Möglichkeit dass man die Seitenkanten des Grundrisquadrats entweder genau nach den Himmellsrichtungen ausrichtet Genau, eine Südfassade, eine Ostfassadde, eine Westfassadae.
00:02:03: Eine Nordfassadi gibt oder eben diese Drehung von forty-five Grad dass die Diagonalen des Grundrists Quadrat sind.
00:02:11: Diese Kardinalrichtungen weisen.
00:02:14: Das hat jeweils Vor und Nachteile.
00:02:17: beim ersten Weg Dass das Quadrat parallel zu den Himmels Richtungen steht.
00:02:25: Da gibt es diese ausgesprochenen Fassade, da gibt's die Ostfassade mit dem Morgenlicht.
00:02:32: Da gibt´s die stark besonte Südfassadet aber auch die Süd-Fassade... ...die im Winter wenn der Sonne knapp ist noch Licht empfängt.
00:02:42: Es gibt die Westfassada des Abends des Nachmittags und es gibt die Nordfassader wo gar keine Sonne zu sehen ist.
00:02:51: Und wenn man jetzt diese fünfundvierzig Grad Drehung das Grundrisse voll führt dann hat auf einmal jede Fassade Sonne.
00:03:00: Besonders im Sommerhalbjahr gibt es die sogenannte Sonnendeclination,
00:03:06: d.h.,
00:03:07: im Laufe des Jahres ändert sich die Sonnenhöhe der Höhenwinkel und im Sommer halbjah geht ja die Sonne weiter nördlich als die reine Ostrichtung auf.
00:03:21: das sind zur Zeit der Sommersonnenwände fast vierzig Grad in unserer geografischen Breite und genauso beim Sonnenuntergang geht es weiter über die Westrichtung, in Ausrichtung Nordwesten.
00:03:38: Und durch diesen Umstand hat eine solche Grundristellung dem fünfundvierzig Grad gedreht ist an allen Vierfassaden Die Sonne.
00:03:48: das ist jetzt vor allen Dingen natürlich Sommer halbär so.
00:03:53: und was ich denke was in einem heißen Sommer sicher auch ein Vorteil ist, es gibt keine ausgesprochene Südfassade.
00:04:02: Im Winter halber ist es natürlich dann genau im Gekehrter.
00:04:05: da hat man dann diese passiven Solagewinne auf einer reinen Südfaßade nicht.
00:04:10: also das ist eine grundsätzliche Überlegung und ich bin davon überzeugt dass es beim Rudolfsturm ganz bewusst so gemacht wurde.
00:04:21: und mit dieser forty Grad Drehung steht ja der Rudolf Sturm Nicht alleine da, es gibt berühmte Beispiele in der Architekturgeschichte.
00:04:30: Das älteste mir bekannte Bauwerk steht im Mekka di Kaba diese heilige Städte des Islams, die hat auch einen mehr oder weniger annähernd quadratischen Kompressor noch.
00:04:44: Die steht mit dem Diagonalen zu den Kardinalrichtungen.
00:04:49: ein weiteres sehr bekanntes Beispiel aus mit der Nenischen Renaissance, das ist die Villa La Rotonda in Vicenza vom berühmten Architekten Andrea Palladio.
00:05:04: Und hier gibt es sogar vom Pallado schriftlich überlieferingwenn, dass er die Rotonda ganz bewusst auf die Diagonalen gesetzt hat.
00:05:16: Aber es gibt auch im zwanzigsten Jahrhundert Beispiele von Berömmten Architekten Antonio Gaudí in Barcelona einen Wohnturm, den sogenannten Torre de Belles Guard.
00:05:33: Das ist ein Spanisch das was im französischen Belvedere ist also die schöne Aussicht.
00:05:41: und auch dieser Turm und auch der Aswa überliefert eine Entscheidung von Gaudi dieses heiße Klima in Barcelona diese Stellen auf die Diagonale.
00:05:53: Wenn man jetzt mit dem Bau eines Gebäudes beginnt, wenn man den Grundstein legt.
00:05:58: Wenn man im Gelände den Grundriss des Gebäudes absteckt, da stehen uns heute ja natürlich verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung dieses Gebäude nach den Himmelsrichtungen auszurichten.
00:06:11: Man denkt vielleicht die erster Linie an den Kompass aber es gibt ja genauso gut die Möglichkeit sich nach der Sonne zu richten – steht bei so einem Aufgang zumindest zur Zeit der Tag- und Nachtgleichen im Osten.
00:06:32: Sie steht zum Mittag im Süden, sie steht beim Sonnenuntergang auch zur Tag-und-Nachtgleiche im Westen.
00:06:39: Also das ist eine Möglichkeit!
00:06:41: Und da gibt es ganz interessante Untersuchungen bei Kirchen in Ostösterreich.
00:06:47: Das ist das sogenannte Phänomen des Achsknickes.
00:06:52: Selbst der Steffansdom in Wien hat einen sogenannten Aksknick, das bedeutet im Grundriss hat die Achse des Langhauses eine leicht andere Ausrichtung als die Achsen des Chors des Presbydäriums.
00:07:11: Da gibt es Kirchen wo das weniger stark ist wie beim Steffanstom aber auch bei der Schottenkirche oder bei der Kirche in Wien und Neustadt, da sind schon zwei Komma fünf Grad.
00:07:22: Und für diesen Acksknick gibt es ganz plausible Erklärungen, dass zur Zeit der Grundsteinlegung geschaut wurde wo geht die Sonne auf?
00:07:34: Also da wurde die Himmelsrichtung, die Ostrichtung durch den Sonnenaufgang ermittelt und geradiert durch diese Sonnenteklernation weil ja die Sonne im Jahreslauf an verschiedenen Punkten aufgeht, also im Sommerhalbjahr vom Ostpunkt aus gesehen weiter Richtung Norden und im Winterhalbjahr weiter Richtung Süden.
00:08:01: So kann man aufgrund dieses Axtknicks rekonstruieren zu welchen Zeitpunkt wurde der Grundstein gelegt?
00:08:10: Also an welchem Tag des Jahres geht die Sonnen genau an dem Punkt auf, wo die Achse hinweist.
00:08:19: Und das ist bei diesen Kirchenfeldtas immer zusammen mit dem Patrocinium.
00:08:23: also da gibt es den ganz klaren Zusammenhang dass man einen ganz bestimmten Festtag eines Heiligen gewählt hat und dann an diesem Festtag Die Achse der Kirche eben zuerst Das Langhaus der Weltsliche Teil gebaut wurde da die Achsen festgelegt und erst später weil sich der Chor gebaut oder umgekehrt.
00:08:45: jedenfalls diese beiden unterschiedlichen Zeitpunkte bilden sich in diesem Axt nicht ab.
00:08:50: Und dieses Thema hat mich natürlich insofern interessiert, wie schaut das in Hallstadt aus?
00:08:57: Wie weit weicht die Diagonalachse des Hudolfsturms von dieser exakten Neuzüderrichtung ab?
00:09:07: und da kann man... Da gibt es die sogenannte digitale Katastralmapel, in der man sehr genaue Winkelmessungen durchführen kann und da stellt sich heraus dass diese Diagonale des Rodolfsturm um etwa sechs Kommasieben Grad weiter Richtung Norden als die eigentliche Ostrichtung abweicht.
00:09:28: Und dann habe ich mich natürlich genauso gefragt ist es möglich jetzt aufgrund dieser unterschiedlichen Achsrichtung zu rekonstruieren?
00:09:40: Wann wurde der Grundstein möglicherweise des Rotolsturms geliegt?
00:09:46: In Halstadt gibt es natürlich auch noch die Besonderheit, oder?
00:09:49: Natürlich fast überall dieser Sonnenaufgang den man berechnen kann und da gibt's eine Technik.
00:09:57: Das ist die sogenannte Sphärische Trigonometrie.
00:10:01: Da ist natürlich die Erdoberfläche als Kugel idealisiert.
00:10:06: Bei uns ist natürlich ein ein wirkmächtiges Gelände vorhanden und es geht natürlich die Sonne deutlich später auf, als wenn es keine Berge gäbe.
00:10:22: Da gibt's aber eine sehr interessante Methode.
00:10:24: Es gibt im Internet von österreichischen Bundesamt-Ferreich- und Verbessungswesen die digitale Österreich-Karte.
00:10:36: Und diese Österreich- Karte ist auch mit einem Höhen Profil also auch mit Höheninformationen hinterlegt und man kann jetzt in dieser Karte einen ganz bestimmten Punkt sehr, sehr genau anklicken definieren.
00:10:51: Und dann ein sogenanntes Höheprofil legen.
00:10:54: Also ich kann vom Rudolfstürmer ausgehend sechs Komma sieben Grad Vom Ostpunkt Richtung Nord verschwenkt Ein Höhem profil liegen kommt dann leicht südlich vom Grubberg vorbei und kann dann mit Hilfe dieses Höhenprofils schauen, wie hoch ist die Geländekante über der die Sonne aufgehen.
00:11:22: Also wie hoch sind die Höhendifferenz?
00:11:25: Und das sind beim Rudolfsturm ungefähr acht Komma drei Kilometer Richtung Osten und von der Höhe des Rudolfssturms aus noch einmal siehundert neunzig Meter Höhe ist die.
00:11:39: Und mit diesen Eingangsdaten kann ich in eine Berechnung nach sphärischer Trigonometrie gehen, aber machen Sie sich keine Sorgen.
00:11:48: Das habe ich nicht am Papier oder mit dem Taschenrechner berechnet.
00:11:53: Da habe ich natürlich schon die KI eingespannt und solche Berechnungen sehr genaufallig in Nachvollziehvermacht.
00:12:01: Also da werden die ganzen Rechenschritte dargestellt.
00:12:03: Man kann das noch einmal nachprüfen!
00:12:09: dass diese Diagonalen des Rotulsturms so um den zehnten April beziehungsweise um den dritten September genau in die Ostresiktung.
00:12:20: Das könnte ein Indiz sein, für mich spricht er der Frühjahrstermitteln.
00:12:26: wenn man zu bauen beginnt wird man eher im Frühling beginnen als im Herbst und auch der zehnte April das ist schon so ein Datum wo es auch schon Salzbeck am Turmkugel schon schneefrei sein könnte.
00:12:40: Ich habe dann noch rückgerechnet, wir wissen aus historischen Daten der Rudolfsturm wurde im Jahr zwölfhundert vierundachzig errichtet.
00:12:49: also ich hab dann im Jahr Zwölf hundertvierundachtzig auch wieder natürlich mit KI-Unterstützung rück gerechnet gab es an diesem Tag einen besonderen Heiligtag ein besonderer Festtag.
00:13:03: Ich habe dann noch einmal korrigiert, weil wir rechnen ja nach dem kregerianischen Kalender zwölf vierundachtzig war noch der julianische kalender gültig.
00:13:13: Das heißt da muss man nochmal fünf Tage zurückrechnen, weil da im julianischen kalender die Zeit differenz schon so groß war und zum einen vielleicht auch zu ihrer enttäuschung.
00:13:25: ich hatte keinen besonderen Festtag gefunden.
00:13:28: sich haben mir dann gedacht Das Fest des Heiligodos wäre dann, aber es ist oft so man forscht.
00:13:36: Man hat irgendein Ziel und dann findet man das nicht.
00:13:40: Aber für mich war auch dieser Weg diese Möglichkeiten wie finde ich die Höhendifferenz?
00:13:47: Wie find' ich die Geländekante?
00:13:48: Wie finde ich den Geländepunkt wo die Sonne aufgeht?
00:13:51: Dieser Weg dahinten hat mich eigentlich sehr neugierig gemacht.
00:13:58: Recherche zu diesem Thema, der hat mir eigentlich wirklich Spaß gemacht.
00:14:02: Vielleicht führen Sie es auch heraus!
00:14:05: Dann bin ich natürlich schon so im Thema drinnen gewesen und habe mir auch angesehen die Achsen der katholischen Pfarrkirche und der Michaelik-Kirche.
00:14:14: in welche Richtung weißen sie?
00:14:16: Und auch hier wieder dieselbe Vorgehensweise... Die Michaelik Kirche weist ziemlich genau nach außen.
00:14:24: Der hat nur eine leichte Nordabweichung um zwei Komma sechzehn Grad, wenn man es aus digitalen Katastraalmappe herausmisst.
00:14:34: Bei der Pfarrkirche ist die Abweichungen wesentlich deutlicher.
00:14:39: Die geht um etwas mehr als neun Grad Richtung Südost.
00:14:46: Das heißt... ...die Achsen dieser beiden Kirchen weichen sehr stark voneinander ab was natürlich ein Indiz für eine unterschiedliche Grundständigung ist.
00:14:59: Es kann natürlich auch bei dieser Fahrkirche die Topografie eine Rolle spielen, also dass man da an dieser schwierigen Gründungssituation einerseits an der Rückseite den Felsen abbauen andererseits an vor der Seite diese gewaltige Stützmauer richten das man damit der Ostausrichtung vielleicht einen Kompromiss eingegangen.
00:15:25: Ich habe dann auch bei der Pfarrkirche und bei der Michele-Kirche, die ja viel tiefer stehen als der Rudolfsturm.
00:15:34: Wo natürlich das Sonnenaufgang durch die Topographie viel stärker verzögert wird, habe ich diese Untersuchungen gemacht.
00:15:44: Bei der Pfahrkirch ist die Geländekante Richtung Oberdraun.
00:15:50: Man schaut da wirklich von der Pfahlkirchen, wenn man Richtung... diesen Sonnenaufgangspunkt schaut so richtig ins obertrauener Tal hinein Richtung Kopenwinkel und das sind von der Pfarrkirche acht Kilometer.
00:16:09: Und die Höhen, die verrennt zwischen Standorten der Pfahrkirchen und der Geländekante wo die Sonne aufgeht sind auch über ein Tausend Einhörter.
00:16:20: Also hier zögert sich natürlich der Sonnenaufgang entsprechend deutlich.
00:16:26: Und bei der Pfarrkirche ist es so, dass das Sonnenaufgang in genauer Aachsrichtung jeweils so um die Tag- und Nachtgleichen stattfinden müsste und sich da möglicherweise so orientiert hat.
00:16:44: Bei der Michele Kirche könnte die Grundsteinlegung entweder so um den oder um den achtzehnten August erfolgt sein.
00:16:57: Eine andere exakte Möglichkeit die Himmelsrichtungen festzulegen ist die sogenannte Mittagslinie, das war für die Magscheiderei, für das Vermessungswesen unter Tage im Salzbergbau insofern sehr wichtig weil ja der magnetische Nordpol und der geografischen Nordpol nicht immer gleich sind.
00:17:23: Das heißt, die Lage des magnetischen Nordpuls ändert sich permanent.
00:17:29: Das nennt man die sogenannte magnetische Declination.
00:17:33: das hat vor allen Dingen damit zu tun dass dieser flüssige Eisenkern im Inneren unserer Erdkuhle ganz starke magnetische Kräfte besitzt aber eben auch flüssig ist.
00:17:48: hier Strömungen Bewegungen stattfinden und durch diese Strömung Im Erdkehr verändert sich die Lage des magnetischen Nordpols und da galt es, die Abweichungen dessen was der Kompass unter Tage zeigt mit den geografischen Himmelsrichtungen abzugleichen.
00:18:07: Denn im Laufe der Jahre – das geht jetzt nicht stunden tagt aber es ist im Jahrestag diese Deklination des magnetisch-Deklinations doch sehr deutlich!
00:18:20: Da sind schon etwa bis zu zwanzig Grad, die es dann abweichen kann und einmal eben auch mehr in die östliche dann wieder in die westliche Richtung geht.
00:18:30: Und um das zu dokumentieren wie bei Vermessungen gerade zum Zeitpunkt der Vermessung die Declination war brauchte man eine sogenannte Mittagslinie also eine exakte Nord-Südrichtung Übertage, also man hat im Gelände zwei Punkte definiert.
00:18:52: Das heißt da gibt es schon eine Aufzeichnung im neunzehnten Jahrhundert.
00:18:56: Da gab's einen Salinenzeichner namens Moschammer.
00:18:59: von dem stammt auch eine sehr schöne Salinenmanipulationsbeschreibung die in der Bibliothek des Finanzministeriums zu Wien liegt.
00:19:08: Also das war's denn.
00:19:09: Achtzehnfünfzig Jahren und da gibts überliefert.
00:19:12: Der hat in Hallstadt am Schafferfeld eine solche Mittagslinie festgelegt.
00:19:18: Da ging es einfach darum, zu schauen zur Zeit der Sommersonnenwände wann erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt im Lauf?
00:19:27: Das kann man in Prinzip mit einem Schattenwerfen Stab, einem sogenannten Canonom machen.
00:19:34: Es gibt ja in diesem Podcast auch zwei Episoden über Sonnenuhren.
00:19:40: wo ich über diese Phänomenen des Schattenwurfes spreche stelle ich in die Show Notes diese Episode links zu diesen Episoden über die Sonne.
00:19:52: Und dann wurden an diesem nördlichen und südlichen Punkt dieser Mittagslinie wurde eine Schnur gespannt, es wurde der Gruppenkompass eingehängt und dann wurde geschaut um wie viel weist die Magnetenadel anders als die gefunden exakte geometrische Nordrichtung und dann konnte man genau die aktuelle Deklination festlegen.
00:20:20: Und es gibt auch noch im Bereich des Steinbergsbachs Betonfundamente, die auch exakt so positioniert wurden um eine solche Mittagslinie zu besitzen, um hier genau zu wissen wie groß ist die aktuelle Deklination?
00:20:40: Das heißt in Hallstadt gibt's ja schon seit sehr, sehr langer Zeit ein exaktes Vermessungswesen und der Tageweiter ist einfach absolut wichtig, warum zu wissen wo legen wir neue Laugwerke an?
00:20:56: Und die dürfen dann nicht mit bestehenden Laugwirken zusammen wachsen oder wenn man im Gegenbau von zwei Seiten einen Stollen vortreibt dass man da wieder zusammen kommt.
00:21:07: das da ist genaueste Vermessung bearbeitet notwendig.
00:21:11: Ich bin davon überzeugt Frühnzeit schon Kompasse im Einsatz waren.
00:21:16: Es gibt zum Beispiel einen Plan des alten Pfannhauses in Markt, etwa siebzehnhundertdreißig vermutlich von Matthias Ritzinger gezeichnet und auf diesem Plan ist um zu zeigen wie das Gebäude ausgerichtet auch ein Kompass dargestellt hat.
00:21:36: Da war offenkundig schon der Kompas ein gängiges Werkzeug dass kundige Menschen in Halstadt breit schon zu sehr frühen Zeiten bedienen können.
00:21:47: Also möglicherweise ist das, was ich jetzt vorher über die Sonnenaufgänge erzählt habe eine reine Spekulation ohne sachlichen Hintergrund und vielleicht ist die Einmessung der Diagonalen des Rudolfsturm unter Ausrichtung der Kirchen durch einen Kompass erfolgt.