Kulturelles Erbe im Salzkammergut
Ich wurde gefragt, wie man das Alter von handwerklich gefertigten Objekten aus dem Welterbegebiet Hallstatt, Dachstein, Salzkammergut bestimmen kann. Und dazu steht uns eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung. Es gibt einerseits die allgemein bekannten naturwissenschaftlichen Methoden. Das betrifft vor allen Dingen organische Materialien. Da gibt es immer einerseits die Radiokarbon-Methode, wo man den Zerfall eines Kohlenstoffisotops misst und im Vergleich zwischen dem noch vorhandenen Isotop und dem Standardkohlenstoff eine Altersbestimmung durchführen kann, die immer ungenauer wird, je weiter der Zeitpunkt des Sterbens, des Ablebens dieses Materials zurückliegt. Es geht ja darum, dass jede lebende Substanz, jeder lebende Organismus Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnimmt und sowohl in seiner Standardform, also den 12er Kohlenstoff, als auch das 14er Isotop. Das Isotop zerfällt und der Standardkohlenstoff nicht und daher verändert sich das Verhältnis dieser beiden im Lauf der Zeit, wann eben der Organismus aufgehört hat, Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufzunehmen. Es gibt natürlich eine Kritik an dieser Methode und die besteht ja darin, dass man davon ausgeht, dass die Verteilung zwischen C12 und C14 immer gleich ist. Natürlich wissen wir das nicht. Das immer so war, aber wenn man eben von dieser Hypothese ausgeht, diese beiden Formen des Kohlenstoffs waren immer im gleichen Verhältnis vorhanden, dann ist das eine bis zu einem gewissen Grad sichere Methode.
Eine wesentlich sicherere Methode ist die sogenannte Dendrochronologie. Die kann man, wie Name sagt, natürlich nur auf Holz anwenden. Man braucht Holzstücke, Querschnitte von Holz. bei denen auch noch das Splintholz, also die jüngsten Wachstumsschicht, vorhanden ist. Und dann kann man aufgrund der unterschiedlichen Abstände der Spätholzzonen, der sogenannten Jahresringe, diese Probe in einer Datenbank einordnen. Da ist Hallstatt insofern besonders gut beforscht. Da gibt es sehr weit zurückreichende Dendrochronologie-Linien. Die gehen, soweit ich informiert bin, einige tausend Jahre zurück und das hängt damit zusammen, dass in Hallstatt die Archäologen diesen Bereich schon seit sehr langer Zeit forschen, dass in Hallstatt sehr viele Holzfunde vorhanden sind und dass es daher gelungen ist, an dieser Vielzahl von Funden die Jahresringmuster der einzelnen Funde mehrmals abgesichert miteinander zu überlappen. Und durch diese Überlappungen kann man sich in dieser Dendrochronologie-Reihe immer weiter in die Vergangenheit zurückhandeln. Und die wesentlichen Forschungen hat in dem Bereich Michael Grabner von der BOKU-Wien durchgeführt. Und dann kann man einen aktuellen Fund genau in dieses Muster, das kann man sich vorstellen wie bei einem Barcode mit unterschiedlichen Strichstärken, sicher einordnen. Wenn jetzt die jüngste Wachstumsschicht, das Splintholz, bei der Probe noch vorhanden ist, dann kann man natürlich quasi auch hier wieder den Fällzeitpunkt, also ähnlich zur Radiokarbon-Methode geht es auch hier darum: Wann hat dieser Organismus zuletzt gelebt. Und das ist bei der Dendrochronologie auch Jahrtausende zurückreichend wirklich jahrgenau möglich. Diese dendrochronologischen Reihen sind natürlich auf einen klimatischen Raum begrenzt. Also die sind eng begrenzt. Die gelten zum Beispiel für das Tal von Hallstatt, weil ja die unterschiedliche Ausprägung der Jahresringe, also die Abstände zwischen den Spätholzzonen des Holzes vom Klima abhängig sind. Und darum funktioniert diese Methode nur lokal dort, wo eben ein gleiches Klima herrschte, sowohl für die Probe als auch für die Vergleichsreihe. Wenn man jetzt Holz, das von ganz woanders her stammt, versuchen würde, in einer zum Beispiel Hallstätter Dendro-Reihe einzuordnen, Funktioniert das natürlich nicht, weil die Reihe und die Probe aus unterschiedlichen Klimagebieten stammen. Also das ist wichtig. Quasi auch die Begrenzung dieser Dendrochronologie, vielleicht ein Sidestep.
Man versucht zurzeit in Wien die gesamten alten Dachstühle aufzumessen und auch zu datieren. Und hier ist es aber sehr schwierig, mit Hilfe der Dendrochronologie das Alter dieser Hölzer in den Dachstühlen zu bestimmen, weil ja die Bäume im Regelfall nicht im Raum Wien gewachsen sind, sondern die wurden geflößt. Die wurden entlang der Donau geflößt und stammen aus den verschiedensten Regionen. Es gibt zwar einerseits Spezialisten und da kommen wir jetzt schon in eine andere Form der Altersbestimmung, welche das Alter dieser Hölzer zu sogenannten Flößermarken oder die Herkunft über Flößermarken bestimmen können. Das war einfach zur Sicherung des Eigentums, waren an den Hirnholzflächen der Bloche Marken eingestempelt, welche Eigentumsvermerk des Flößers waren. Und so kann man einerseits aus dem Wissen heraus, wann hat dieser Flößer gelebt, das Holz bestimmen, man kann aber auch aus dem Wissen heraus, woher kommt dieses Holz. Also wo hatte dieser Flößer seine Bezugsquellen? Da gibt es tatsächlich wenige Spezialisten, die diese Flößermarken entsprechend einordnen können. Es ist aber oft in der praktischen Befundung ein Problem, weil diese Flößermarken an den Hirnholzflächen in den Dachkonstruktionen meist schwer oder gar nicht zugänglich sind. Da gibt es dann andere Indizien. Um diese Flöße zusammenzuhalten, wurden mit Handbohrern, sogenannten Näger [Schneckenbohrer]n, in die Bloche Löcher gebohrt Und hier wurden dann Holzdübel eingeschlagen, um Verbindungselemente zwischen den Blochen herzustellen, damit man eben diese Holzbloche, diese Holzstämme zu einem Floß zusammenbinden konnte. Und auch da gibt es Untersuchungen über die Bohrlöcher, das sind in den Dachstühlen Bohrlöcher, die eigentlich völlig unmotiviert in den Hölzern drinnen sind, die also keinen konstruktiven Zweck im Dachstuhl besitzen und daher als etwas, in dem Fall ist es nicht sekundär, sondern primär, also bei der Verflößung entstanden ist. Und da gibt es wiederum umfangreiche Untersuchungen, wo man dann mit statistischen Methoden die Durchmesser dieser Bohrungen einordnet. Und da zeigt sich, dass sich diese Durchmesser in manchen Maßbereichen häufen, dann gibt es wieder Lücken und dann häufen sie sich wieder. Das heißt, es gibt keine kontinuierlichen Verteilungen und man kann daher wieder auf den Durchmesser des Bohrers in dem nichtmetrischen Maßsystem schließen, also in einem Zollsystem und weil ja diese nichtmetrischen Maßsysteme immer lokal begrenzt waren. Es gab ja zum Beispiel auch im Salzkammergut den sogenannten Kammergutsklafter oder im Bergbau die Maße des Bergstabels, die variieren auch leicht von Bergbauort zu Bergbauort. Also man kann dann mit statistischen Methoden aufgrund des Durchmessers auf das zugrunde liegende Maßsystem schließen und dieses, gefundene Maßsystem wieder einer bestimmten Region zuordnen, dann weiß man aus welcher Region stammt das Holz und kann, wenn vorhanden mit einer Dendrochronologie-Reihe aus dieser Region das Holz in seinem Alter bestimmen.
Aber jetzt ist schon ein zweiter Aspekt in der Altersbestimmung aufgepoppt. Diese naturwissenschaftlichen Methoden, Radiokarbon-Methode, Dendrochronologie, die bestimmen das Alter der Substanz, das Alter des Werkstoffs, aus dem etwas gefertigt wird. Und das zweite Thema ist die Bearbeitung des Werkstoffs. Und es muss ja nicht immer so sein, dass ein Werkstoff, zum Beispiel ein Baum, sofort nach seinen Fällen verarbeitet wurde, sondern dass er gelagert wurde und es gibt, und das denke ich ist ganz entscheidend, das Phänomen der Zweitverwendung.
Gerade Holz war über die Jahrhunderte im Salzkammgut ein besonders wertvoller Rohstoff. Der Rohstoff Holz wurde natürlich von den Salinen vom Salzbergwerk zur Abpölzung, zur Auszimmerung der Stollen bis hin als Feuerungsholz für die Pfanne, als Holz für die Salzverpackungen gebraucht, sodass dieser Rohstoff Holz sehr wertvoll war. Und dass man, wenn man zum Beispiel ein Haus abgebrochen hat, natürlich das Holz nicht so wie heute in den Altholzcontainer geworfen hat, sondern man hat das Holz zweitverwendet. Und da sind dann oft auch Bearbeitungsspuren, die von einer früheren Verwendung herstammen. Und eine dieser Datierungshilfen sind die Bearbeitungsspuren. Und da gibt es grundsätzlich zwei Fachwörter. Zwischen denen es zu differenzieren gilt. Das sind die Begriffe Struktur und Faktur. Manchmal oder sogar häufig wird der Begriff Struktur eigentlich fälschlicherweise für eine Oberflächenbeschaffenheit von Holz verwendet. Also es wird gesagt, das Holz ist rau strukturiert. Streng genommen bedeutet Struktur aber den inneren Aufbau des Holzes, also seine Zellstruktur, das Zusammenspiel von Stütz- und Speicherzellen, das wäre recht eigentlich die Struktur des Holzes. Das, was durch Bearbeitung auf der Oberfläche entstanden ist, das nennt man die Faktur, das kommt von lateinisch „facere“ = machen, also so wie etwas gemacht ist. Und da kann man sehr wohl an diesen Fakturen die Bearbeitungsspuren rückschließen, mit welchen Werkzeugen wurde diese Bearbeitung durchgeführt.
Um beim Holz zu bleiben, die älteste, früheste Form, einen Baumstamm in seiner Längsrichtung zu zerteilen, das ist das Spalten. Und auf diese Weise wurden schon sehr früh, und da gibt es in Hallstatt Funde aus prähistorischer Zeit, Schindel hergestellt. Also Spaltschindel, in Längsrichtung gespaltenes Holz ist die früheste Form der Zerteilung. Und es ist eine ganz typische Oberfläche, ein gespaltenes Schindel. Das sieht völlig anders aus als zum Beispiel ein gesägtes Brett. In Hallstatt sind die ersten wassergetriebenen Sägen in den Inventaren, in den Reformationslibellen zu Beginn des 16. Jahrhunderts nachweisbar. Vorher wurde Holz auch schon zersägt, aber mit händisch gezogenen Sägen in einer sogenannten Sägegrube. Also da wurde das Bloch über eine Grube gerollt. Unten in der Grube stand ein Arbeiter, der die Säge nach unten zog mit einem Handgriff. Und oben stand ein Arbeiter, welcher die Säge nach oben zog. Der unten in der Grube hatte zwar den leichteren Job, er zog nach unten, er war der sogenannte „Obizahrer“, hatte aber natürlich auch das Problem, dass die ganzen Sägespäne im Genick hatte. Da kann man sich natürlich schon sehr gut vorstellen, wenn man so mit einer Säge händisch. Den Stamm zerlegt, dann sind die Spuren des Werkzeugs, die Muster der Sägezähne natürlich in einem nicht so gleichmäßigen Auf- und Ab-Rhythmus zu sehen, wie etwa die Zähne des Sägeblatts einer mechanisch betriebenen Gattersäge. Auch hier gibt es natürlich technologische Entwicklungen, die gehen vom ein Blatt wassergetriebenen Venezianergatter bis hin zu unseren modernen Vollgattern, aber auch werden natürlich seit dem 20. Jahrhundert in der Sägeindustrie Kreissägen zum Zersägen dieser Stämme eingesetzt. Die Zahnmuster, welche eine Kreissäge auf einer Holzoberfläche hinterlässt, die Faktur einer Kreissäge, das sind naturgemäß Kreisbögen, welche sich von den Parallelfaktoren einer Gattersäge und den subparallelen Faktoren einer händischen Säge deutlich unterscheiden lässt.
Es geht natürlich auch weiter, als Werkzeug quasi zwischen dem Spalten und den Sägen steht auch noch die Breithacke. Es war im Salzkammergut in Hallstatt, also ich habe aus mündlicher Quelle die letzten Belege, dass bis in die 1950er Jahre noch Kanthölzer im Wald durch behauender Stämme mit der Breithacke hergestellt. Also da geht es darum, man bearbeitet das Holz bereits im Wald, reduziert dort schon sein Gewicht, es ist dann leichter zu transportieren und dieses Behauen mit der Breithacke hat natürlich auch wieder ganz. Typische Arbeitsspuren. Also es ist oft gar nicht so leicht. Da müsste man diese Methoden kombinieren, Dendrochronologie mit dem Wissen um die Bearbeitungsspuren. Aber es kann schon ein Indiz sein, ob es eher in die Richtung oder in die Richtung geht.
Dann gibt es aber noch, gerade bei den Dachstühlen, auch noch einen anderen Marker. In den 1940er Jahren war es vorgeschrieben, aus Brandschutzgründen Dachstühle zu kalken, also mit Kalkfarbe, mit Calciumhydroxid in wässriger Lösung zu streichen. Das ist natürlich auch wieder eine Datierungshilfe, wenn man, in einem Dachstuhl auf die ganzen Hölzer angewendet, einen Kalkanstrich sieht, dann kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dieser Kalkanstrich in den 1940er Jahren erfolgt und natürlich zum damaligen Zeitpunkt der Dachstuhl schon bestanden hat. Das sind jetzt diese Bearbeitungsspuren im Bereich der Zimmerei, im Bereich der Dachstühle.
Es sind auch die verwendeten Verbindungsmittel. Sind noch Holznägel vorhanden. Man findet teilweise noch in Hallstatt bei alten Bretterdächern, wenn die neu gedeckt werden. Dass die Dachlatten nicht rechteckig geschnittene Latten oder Stafetten sind, sondern zweiseitig behauene Stangen. Das heißt, das sind relativ dünne Hölzer, welche mit der Breithacke an zwei Seiten gegenüberliegenden Seiten parallel geebnet wurden, die anderen beiden Seiten aber noch die Waldkante zeigen. Man nennt im Sägewerksfachausdruck diesen Holzquerschnitt eine Prisme und den Arbeitsvorgang prismieren. Also solche prismierten Dachlatten sind. Ein Indiz, dass die zumindest vor dem 19. Jahrhundert entstanden sind. Wenn diese prismierten Dachlatten dann noch eine Vielzahl von Bohrungen zeigen, die wiederum mit diesem in dieser Episode schon einmal erwähnten Näger [Schneckenbohrer] gebohrt wurden, dann waren die Dachbretter mit Holznägeln auf diesen Latten befestigt.
Auch wieder ein Indiz vor dem 19. Jahrhundert. Wenn die Nägel geschmiedete Nägel waren, sind sie älter, als wenn die Befestigungsmittel industriell hergestellte Drahtstifte sind. Drahtstifte sind dann immer ein Indiz für das 19. und 20. Jahrhundert, also es ist wirklich eine Vielzahl von Faktoren und Parameter, die man quellenkritisch gegeneinander abwägen sollte, um dann möglicherweise feststellen zu können, wann wurde dieses Holzstück geschlägert, wann wurde es geerntet, wann wurde es das erste Mal verarbeitet, Wann wurde es das zweite Mal verarbeitet und dann wird auf einmal ein Stück Holz zu einem faszinierenden Fenster in die Vergangenheit, wo man den sorgfältigen Umgang mit dem Material, der sparsame Umgang, aber auch die Entwicklung der verschiedenen Handwerkstechniken ablesen kann.
Ähnliches gilt natürlich für Tischlerarbeit. An Türen, an Fenstern sind die Oberflächen noch behauen. Das ist sehr früh, wird man kaum noch Belege finden. Wie schaut die Tischlerkonstruktion aus? Ist es eine einfache Bohlentür, wo die Pfosten, zu denen sagt man in Deutschland Bohlen, aneinandergefügt wurden und durch eine Gratleiste am Verziehen gehindert wurden? Ist es ein Keilgrat? Oder es ist ein Parallelgrat. Also wie schaut hier die Tischler-Konstruktion aus? Man kann dann ins Detail hineingehen und schauen, wie wurde diese Gratleiste hergestellt? Wurden Hobel eingesetzt? Man kann eindeutig eine gehobelte Oberfläche von einer gehackten und einer gesägten Oberfläche, welche Art des Hobels, war es schon ein Reformputzhobel mit Klappe, wo kaum noch Einrisse zu sehen sind oder war es ein Hobel nur mit einem Eisen, wo noch Einrisse zu sehen sind. Also auch hier kann man wiederum aus der Faktur die verwendeten Werkzeuge ablesen. Allerdings auch hier wieder, das sind keine hundertprozentigen Indizien. Es gibt oder gab quasi fortschrittliche Handwerker, welche schon das neueste Werkzeug verwendeten und es gab natürlich welche, die an überlieferten alten Werkzeugen festhielten, aber man kann es auch, denke ich, schon wieder grob einordnen.
Es kann dann zum Beispiel bei dem Türblatt eine Rahmenkonstruktion sein, eine Rahmenkonstruktion mit Füllungen. Dann schaut man sich die Beschläge an. Sind es aus Eisen geschmiedete Beschläge? Welche Form zeigen sie? Auch hier wieder gibt es natürlich dieses Expertenwissen, zum Beispiel gerade Schmiedekunst, Standardwerk, Kastner, Eisenkunst in den 1960er Jahren geschrieben worden. Das ist immer noch das Standardwerk der Schmiedekunst in Oberösterreich, wo man Schmiedearbeiten zeitlich einordnen konnte. Aber auch hier wieder aufpassen, quellenkritisch bleiben, denn gerade Beschläge von Türen, Bändern, das war ja was Wertvolles. Die hat man natürlich, wenn man ein neues Türblatt gemacht hat, wiederverwendet, zweitverwendet. Es gibt natürlich auch die Fälle des Downgradens. Es gab im Barock beliebte Beschläge, die an beiden Enden mit Spiralen geschmiedet wurden, also spiralförmige Beschläge. Die kamen im 19. Jahrhundert aus der Mode, wo man dann zum Beispiel auf Fitschenbänder überging. Aber solche Türen wurden natürlich auch nicht weggeworfen oder nicht immer weggeworfen. Ich habe da Belege gefunden, wo dann solche Türen downgegradet wurden und dann sind Türbeschläge von Holzhütten. Da ist dann dieser Beschlag, der ursprünglich eine viel bessere Position in der Stube hatte, also das war der Türbeschlag im Wohnraum, der musste dann aufgrund des Wechsels der Mode das Haus verlassen und kam dann als Türbeschlag in einer Zweitverwendung an die Holzhütte. Wenn Sie an Türen Messingbeschläge sehen, ist das meistens ein Beschlag aus dem 19. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert. kommen dann verchromte Beschläge, es kommen Aluminiumbeschläge. Aber auch hier immer wieder überprüfen, passt das stilistisch zusammen? Ist das quasi aus einem Guss oder gibt es auch Indizien der Zweitverwendung? Wurde der Beschlag beim Umschlagen etwa beschädigt? Also auch hier immer sehr genau schauen und sehr genau analysieren.