Hallstatt - Steinsalztransport 01
Der Cletrac W 12-20 der Cleveland Tractor Company aus Cleveland, Ohio, wurde zwischen 1919 und 1932 in mehr als 17.000 Stück gebaut. Der wassergekühlte Weidely-OHV-Vierzylinder-Ottomotor mit 4,5 Liter Hubraum leistet im Fahrbetrieb 12 bis 15 PS und an der Flachriemenscheibe bis zu 25 PS. Diese breite Scheibe unter dem Kühler erlaubt es, das Gerät im Stand als Antriebsmaschine zu nutzen, etwa für eine Kreissäge, während drei Laufrollen und ein hochgezogenes E-Profil-Fahrgestell die Gliederketten tragen. Ein Doppeldifferenzial verändert die Drehzahl der Ketten über das Lenkrad so, dass beide Seiten auch in der Kurve angetrieben bleiben und die Fahrt gleichmäßiger und energiesparender wird. Petroleum oder Kerosin dient als Kraftstoff, das Fahrzeug wiegt etwa eineinhalb Tonnen und trägt ein gewölbtes Blechdach über dem ansonsten offenen Fahrersitz. Der hölzerne Karren mit breiten, eisenbeschlagenen Rädern und massiven Kanthölzern wurde lokal von einem Wagnermeister gebaut und ist der neuen Zugkraft angepasst. Hölzerne Bremsklötze lassen sich mit einer Kurbel an die Räder heranschrauben und werden vom Radreifen eingeschliffen, damit die schwere Kernsalzlast den Schlepper nicht nach vorn schiebt. Im Hintergrund des Coverfotos sind zwei Ochsen im Gespann sichtbar, sodass hier tierischer Antrieb und Motorisierung nebeneinander stehen. Der Transport begann am Kaiserin-Katharina-Theresia-Stollen auf etwa 1030 Meter, wo ein Kernsalzmagazin bestand, und führte über die Serpentinen, die „Wank“, zum Kernmagazinplatz am See.
Link zur Episode über den Serpentinenweg.
Link zum YouTube-Video des Cletracs.
Link zur Episode über die barocken Sanitäreinrichtungen beim Theresia Horizont.
Link zur Episode über die Kerntragweiber.
Link zur Episode über den Kernmagazinplatz.
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