Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

Kulturelles Erbe im Salzkammergut

Transkript

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In der Episode über den Serpentinenweg, die sogenannte Wank auf den Salzberg hinauf, habe ich auch einen Raupenschlepper erwähnt, der ab den 1920er Jahren für Transporte eingesetzt wurde. Ein Hörer hat nun nachgefragt, ob es über diesen Raupenschlepper, der im Volksmund auch als der Tank bezeichnet wird, also da spürt man die 1920er Jahre, die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, wo kriegerisches Vokabular eben Tank oder Tank genetisch für Panzer dann in den allgemeinen Sprachgebrauch übergeht. Das sind auch Wörter wie zum Beispiel, wenn jemand hinausgeworfen wird aus seiner Wohnung, da wie ich von alten Dialektsprechern den Ausdruck auswagoniert gehört. Also er wurde auswagoniert. Und dieses Auswagonieren ist natürlich auch ein, stammt auch aus dem Kriegsvokabular des Ersten Weltkriegs, wo ihm die Soldaten zuerst in die Waggons eingeladen, also einwagoniert und dann an der Front auswagoniert wurden. Die Frage dieses Hörers nach dem Tank, nach dem Raupenschlepper war, ob es davon Bilder gibt und ob man möglicherweise noch Informationen herausfinden könnte, welches Fabrikat dieser Raupenschlepper war.

Und da bin ich in bewährter Weise wieder an das Salinenarchiv in Ischl herangetreten und dort hat mich Johann Unterberger aus Hallstatt entsprechend unterstützt. Er wusste, es gibt Bilder von diesem Raupenschlepper und er hat sie auch gefunden. Und eines dieser Bilder, denke ich, ist besonders informativ. Es ist auch am Cover dieser Podcast-Episode und das möchte ich jetzt besprechen, quasi in seinen drei Ebenen des Bildes, wo jeweils interessante Dinge zu sehen sind, also, den Bildvordergrund, den Mittelgrund und den Hintergrund des Bildes.

Im Vordergrund des Bildes ist dieser Raupenschlepper zu sehen, ein Fahrzeug, das auf Ketten fährt und einen Karren zieht.

Und wenn man jetzt in das Bild hineinzoomt und es ist eine erstens hervorragende Fotografie in einer sehr guten Auflösung und auch ein entsprechend guter Scan, dann sieht man auf der Kühlerhaube vorne oben einen Schriftzug. Und wenn man sich dann ganz weit hinein zoomt und sich bemüht, kann man den Schriftzug Cletrac entziffern. Und mit Hilfe dieses Schriftzugs ist es natürlich dann möglich, über das Internet eine entsprechende Recherche durchzuführen. Und da hat sich dann herausgestellt, das ist ein amerikanisches Fabrikat, heißt dann natürlich Cletrac. Und dieses Cletrac ist die Kurzbezeichnung der Cleveland Tractor Company aus Cleveland, Ohio. Da bin ich dann wirklich neugierig geworden und wie es eben bei solchen Recherchen ist, man sinkt dann immer tiefer hinein und dann findet man mit Vergleichen tatsächlich heraus, es handelt sich um das Modell W 12-20, welches in den Jahren oder zwischen den Jahren 1919 und 1932 in einer sehr hohen Stückzahl, also da wurden über 17.000 Stück gebaut.

Und das passt natürlich sehr gut in die Zeit. Der erste Einsatz dieses Raupenschleppers dürfte nach den mir zur Verfügung stehenden Daten in den 1920er, 1923 basiert sein. Und das passt mit dem Modell sehr gut zusammen. Es ist ein wassergekühlter Motor. Dieser Wasserkühler ist deutlich zu sehen. Die bei den Ketten links und rechts, also ähnlich wie bei einem Panzer bei einem Tank, da sieht man am Fahrgestell, da gibt es drei Laufrollen. Das Fahrgestell ist ja auch alles sehr, sehr einfach gebaut. Das ist ein E-Profil, das auf den Ecken hochgezogen ist. Hinten das Antriebsrad und eben diese Gliederketten. Und was ich sehr spannend finde, vorne, unterhalb des Kühlers, ist eine sehr breite, vielleicht 15 bis 20 Zentimeter breite, flache Riemenscheibe montiert.

Sodass dieses Gerät mit seinem Motor nicht nur dazu diente, den Karren für Transporte zu ziehen, sondern auch im stehenden Zustand als Antriebsmaschine genutzt werden konnte, wo ihm dann über diese Riemenscheibe, in dem Fall eine Flachriemenscheibe, ein Flachriemen gelegt werden konnte und an beliebigen Stellen zum Beispiel eine Kreissäge betrieben werden konnte, mit der dann Holz abgeschnitten wird. Also das finde ich schon sehr spannend, diese beginnende Technisierung, Motorisierung in den 1920er Jahren. Die Fahrkabine, das ist jetzt übertrieben, das ist ein einfaches gewölbtes, tonnenförmiges Blechdach. Ansonsten ist der Fahrersitz offen. Auch der Sitz ist aus Metall, wie man es auch zum Teil noch von den Steirer 15er Traktoren kennt. Das ist eine metallgepresste Sitzschale auf einer Feder. Ich habe auch ein Video dieses Cletrac. Da stelle ich in die Show Notes natürlich einen Link zu diesem Video. Da sieht man den in offener Bauweise, also ohne Abdeckung. Und möglicherweise ist dieses Dach dann den Wetterverhältnissen im Salzkammergut geschuldet. Damals regnete es ja noch häufig, dass das später von der Salinenschmiede quasi dazu gebaut wurde. Also das ist für mich durchaus denkbar, dass hier das Fahrzeug noch adaptiert wurde und das ist natürlich in seiner archaischen, einfachen Bauart durchaus möglich gewesen. Sehr interessant ist auch der Motor, da habe ich dann in der Recherche herausgefunden, das ist ein sogenannter Weidely-OHV, und dieses OHV, dieses Kürzel steht für Overhead-Valve. Das ist ein Otto-Motor, ein Vierzylinder-Otto-Motor, dessen Ventile und dessen Steuerung oberhalb des Zylinderkopfes sitzt. Er hatte mit seinen Vierzylindern 4,5 Liter Hubraum und brachte im Lauf, also im Antrieb etwa 12 bis 15 PS Leistung, im Standbetrieb für die Riemenscheibe brachte er es auf bis zu 25 PS. Der Erfinder Weidely, der entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr innovative, leistungsfähige Motoren. Der Motorblock war zum Teil schon Aluguss und vor allen Dingen hat er neben der Steuerung der Zylinder auch noch ein sehr innovatives Schmiersystem entwickelt, was dann auch diese lange Lebensdauer dieser Motoren belegt. Und wie gesagt, in den Shownotes das YouTube-Video, wo genau dieser Cletrac in Betrieb zu sehen ist. Und da ist es schon über 100 Jahre alt. Also beeindruckend, wie gut man damals Motoren bauen konnte und wollte, wo natürlich noch keine geplante Obsoleszenz drinnen war, sondern wo da der Ansatz der Erzeuger war, ein möglichst gutes Produkt zu liefern. Als Kraftstoff diente Petroleum oder Kerosin. Der Raupenschlepper, der Cletrac, wog etwa eineinhalb Tonnen.

Innovativ auch beim Cletrac war die Steuerung. Und zwar wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kettenfahrzeuge insofern sehr primitiv gelenkt, quasi mit einem Kupplungsbremssystem, das jede Kette separat ansteuerbar war und dass man, wenn man zum Beispiel eine Rechtskurve fahren wollte, dann einfach bei der rechten Kette entkuppelt hat und auf die Bremse gestiegen ist und links ging der andere weiter. Also ganz ähnlich wie beim Schlittenfahren, dass man hier eine Seite gebremst hat, was natürlich einerseits nicht besonders energieeffizient ist und natürlich auch ziemlich die Kette belastet. Und da hat der Cletrac ein sehr innovatives Doppeldifferenzial drinnen. Das heißt, man kann durch ein sehr kluges Differenzial die Antriebsleistung oder die Drehzahl der Kette durch Drehung des Lenkrades nach links bzw. nach rechts verändern, sodass auch beim Kurve fahren auf beiden Ketten angetrieben wird und dadurch natürlich die Fahrt viel gleichmäßiger und energieeffizienter durchgeführt wird. Und dieses Doppeldifferential wurde dann in den Tanks, also in diesen berühmten Sherman Tanks der US Army, im Zweiten Weltkrieg eingebaut. Was ich nicht gefunden habe, aber was durchaus auch sehr spannend wäre, das ist natürlich der Kaufpreis.

1923, da sind wir ja kurz vor der Einführung des Schillings 1924, 1923, war ja diese Kronenhyperinflation und es wäre schon sehr spannend, wie teuer es damals für die Salinen war, ein amerikanisches Produkt nach Österreich zu importieren, das ja letztlich mit Dollars bezahlt werden musste. Also wie viel damals dieses Gerät an Kaufkraft gekostet hat, wenn man das valorisieren würde. Vielleicht weiß da zufällig jemand was darüber. Also da würde ich mich über entsprechende Hörerzuschriften natürlich freuen. Der Tank, der Raupenschlepper, der Cletrac.

Hier auf diesem Bild, das am Cover zu sehen ist, zieht er einen Karren, und der weist schon in eine andere Epoche, der ist hölzern, hat auch hölzerne, eisenbeschlagene Räder, sehr breite, sehr massive, also ich denke so, dass das Maximum an Schwerlasträdern, welche ein Wagner ausführen konnte. Ein Detail, was auch bei diesem Karren noch auffällig, das sind die hölzernen Bremsklötze, vor den Rädern, die man mithilfe einer Kurbel und eines Gewindes an die Räder heranschrauben konnte. Da gibt es ja dieses Dialektwort Einschleifen für Bremsen. Also hier hat man diese Bremsklötze, die wurden ja dann von dem eisernen Radreifen eingeschliffen. Und natürlich, wenn dann dieser Raupenschlepper mit dieser schweren Kernsalzlast ins Tal gefahren ist, das hat natürlich entsprechend angeschoben und da musste eingeschliffen werden, dass nicht der schwere Karren die Last den Raupenschlepper nach vorne wegschiebt.

Und da treffen sich die beiden Welten einerseits die moderne Welt des Importprodukts aus den USA und andererseits der lokal aus Holz von einem Wagnermeister hergestellte einachsige Karren, welcher von dem Raupenschlepper gezogen wird. Einerseits erkennt man, dass sich das Handwerk noch versucht, durch eine massive Bauart der Räder des Karrens, man sieht quasi als Gegenstück so, wie beim Cletrac in der Konstruktion schon I-Träger deutlich sichtbar sind, so sind es bei dem Karren noch Kanthölzer, also zwei verschiedene Materialwelten, zwei verschiedene Technologiewelten, letztlich zwei Technologie-Epochen, die hier noch symbiotisch vereinigt sind.

Der Karren, die Bordwand des Karrens ist noch erhöht, um noch mehr laden zu können, weil ja der Raupenschlepper entsprechende Lasten ziehen kann, und der Karren auf dem Cover-Foto ist mit Kernsalz beladen. Und da gibt es ja auch eine Episode dieses Podcasts über die Kerntragweiber. Also bis zum Einsatz des Raupenschleppers wurde das Kernsalz zum Teil noch ins Tal getragen und dann kam der Technologiesprung des mechanisierten Transports. Ich verlinke in den Shownotes alle diese Episoden, also zum YouTube-Video mit dem Cletrac, der noch läuft zu den Kerntragweibern, aber auch zu der Episode, wo es um den Serpentinenweg die Wank geht.

Und dann noch zu einer weiteren Episode zum Standort, wo dieser Raupenschlepper abgebildet ist, das ja letztlich dann der Mittelgrund des Bildes darstellt, zum Kaiserin Katharina Theresia Stollen. Dieser Stollen liegt sehr hoch, der liegt noch 30 Meter oberhalb des Maximilianstollens. Also dieser Kaiserin Katharina Theresia Stollen liegt auf ungefähr 1030 Meter, und der enthielt auch ein Kernsalzmagazin. Und da wird es natürlich klar, der Kernsalztransport begann am Salzberg oben bei diesem Stollen, beim quasi Berg-Kernsalzmagazin und führte dann ins Tal, über die Serpentinen, über die Wank bis zum Kernmagazin am See, das ja heute noch namensgebend für den Kernmagazinplatz ist.

Über den Namen dieses Kaiserin Katharina Theresia Stollens habe ich schon in der Episode über die Sanitäreinrichtungen und auch zu diesen gibt es natürlich einen Link in den Shownotes Vermutungen angestellt, denn eine Kaiserin Katharina Theresia gab es in der österreichischen Geschichte nie. Da gibt es jetzt verschiedene Spekulationen, Möglichkeiten, wie dieser Name entstanden ist. Belegt ist, dass dieser Stollen 1675 angeschlagen wurde. Seine Funktion war so ein Zwischenstollen. Die alten Salzberghorizonte waren in ihrer Höhenlage so weit auseinander, also in einer doppelten Bergdicke, dass man zu Ende des 17. Jahrhunderts erkannte. Da könnte man ja noch in dieser mächtigen Bergdicke zwischen den bestehenden Horizont noch einen zusätzlichen Zwischenhorizont einschieben. Und das ist genau mit diesem Katharina Theresia Stollen passiert. Anschlagsjahr 1675, 40 Jahre später, im Bergbuch Rietzingers, wird dieser Stollen nur als Theresia-Stollen angegeben, als Theresia-Berg und auch weit im 18. Jahrhundert zum Beispiel auf einem Bauplan Banzenbergers wird auch dieser Stollen nur als Kaiserin Theresia-Berg bezeichnet. Also wie dieses Katharina dazugelangt ist, ist unklar und vor allen Dingen auch, wann es dazugelangt ist. Das Anschlagsjahr 1675 weist aber auf eine andere Möglichkeit. Zwei Jahre zuvor, 1673, ist die Kaiserin Margarita Teresa, das war die erste Frau des Kaisers Leopold I., gestorben. Und es ist durchaus denkbar und darüber habe ich auch mehrere Gedanken in der Episode über die Sanitäreinrichtungen, dass sie nach dieser Margarita Teresa benannt wurde. Da ist es mit ihren Vornamen wirklich äußerst verwirrend, denn sie wurde, und das ist auch wieder dokumentiert, als Margarita Maria getauft. Also da war noch kein Teresa und auf keinen Fall ein Katharina. Dann hat sich aber das verschoben und ihr wurde immer öfter der Beiname Teresa gegeben.

Das ist zum Teil nach ihrem Tod und möglicherweise ist das auch ein Hinweis auf ihre Halbschwester. Ihre Halbschwester war genauso wie die Margarita, spanische Infantin, beides Töchter des spanischen Königs, aber von unterschiedlichen Müttern und ihre Halbschwester Maria Theresa, das war die, die quasi als Besiegelung für das Ende des spanischen Erbfolgekrieges, als Besiegelung dieses Friedens mit dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. verheiratet wurde. Eine äußerst unglückliche Ehe, aber das geht jetzt zu weit weg. Und es ist dann auch eben nicht nur in der Benennung des Stollens, auch in der zeitgenössischen Literatur, in den Dokumenten, rückt auch dieser Name Teresa immer wieder zu der ursprünglich Margarita Maria, dann eben als Margarita Teresa bezeichneten ersten Frau Leopolds des Ersten. Sie, es ist auch überliefert. Leopold I. nannte im privaten Umgang seine Frau, die ja übrigens auch seine Nichte war, schlicht Greta, während sie ihn nicht beim Vornamen, sondern im Regelfall als Oheim, also als Onkel bezeichnete, über ihr unglückliches Leben in einer anderen Episode. Aber hier finde ich es die naheliegendste Möglichkeit, dass sie die Namensgeberin dieses Stollens ist. Wenn man sich jetzt den Mittelgrund dieses Bildes ansieht, dieser Fotografie auf Cover ansieht, so ist hier wirklich ein sehr schönes, beeindruckendes Mundlochgebäude zu sehen. Das Gebäude ist ein Baukörper, der auf einem achteckigen Grundriss, also auf einem oktogonalen Grundriss errichtet wurde. Wenn man jetzt einen sehr kühnen Vergleich wagt, erinnert er, aber formal natürlich maßstäblich deutlich verkleinert an das Baptisterium neben dem Florentiner Dom, ebenfalls ein oktogonaler Baukörper, ebenfalls mit einem Zeltdach.

Dieser Baukörper hier, dieses Mundlochgebäude, wurde im 19. Jahrhundert 1858 errichtet, also nahezu zeitgleich wie der Franz-Josefs-Horizont 1856. Und es gibt auch, denke ich, eine sehr starke formale Ähnlichkeit, wenn man vor dem Mundloch des Franz-Josefs-Horizonts steht. Da ist das Kranzgesimse dieses Mundlochportals als abgetrebter Giebel in zwei Stufen hochgezogen und in der Mitte oben ist dann unter dem aufgekröpften Kranzgesimse das Habsburger Wappen montiert. Und ganz ähnlich, und das hat mich sofort formal daran erinnert, wie ich das Foto gesehen habe, ist auch an der Vorderseite dieses Mundlochgebäudes das Kranzgesimse aufgekröpft, wo dann auch sehr repräsentativ die Bezeichnung Kaiserin Katharina Theresia Stollen steht. Also da dürfte schon derselbe Gestalter am Werk gewesen sein. Der Baukörper selbst, Bruchstein gemauert.

Wobei die Fugen noch einmal nachgezeichnet und vertieft sind, der Eingang in einem Eiprofil, das natürlich schon an einem Stollen anmutet, mit einem entsprechenden Gewände aus gewölbten Steinen, die genau einer Grubenausmauerung entsprechen, die Fenster an den anliegenden Seitenflächen allerdings schon mit Scheitrechten, also genau horizontalen Stürzen. Dieser Horizont war auch der erste Horizont, von dem nachgewiesen ist, dass dort eine Fremdenbefahrung stattfand. Also bereits für 1815 liegt ein Beleg vor, dass es im Kaiserin Katharina Theresia Stollen eine sogenannte Fremdenwehr gab, also ein Werk, das zur Besichtigung für Touristen speziell hergerichtet wurde.

Obwohl aus diesem Horizont noch bis 1880 Sohle ausgeleitet wurde. Und dann wurde die Fremdenbefahrung immer stärker ausgebaut, da wurden dann auch Teile des Maximilianhorizonts dazugenommen, wo man eben hinunterrutschen konnte und die Fremdenbefahrung war tatsächlich bis 1962 dort, so hoch oben bei diesem Horizont.

Dieses wirklich sehr schöne Mundlochgebäude, das an der Spitze seines Zeltdaches auch noch als Dachbekrönung einen gedrechselten Knauf, auf dem dann noch Schlägel und Eisen saß, hat. Also mir kommen fast die Tränen, wenn ich mir dieses wunderschöne Bild ansehe, wurde wie so viele andere schöne Industriedenkmale von den Salinen zu Ende des 20. Jahrhunderts zerstört und abgebrochen. Heute gibt es im Gelände dort nur noch eine Mulde und ein weiter zurückgesetztes Portal des Katharina-Theresia-Stollens.

Der letzte Gedanke in dieser Episode ist der Bildhintergrund. Und wenn man dann sehr genau in den Bildhintergrund blickt, sieht man rechts etwa auf halber Höhe zwei Ochsen, die zu einem Ochsengespann zusammengespannt sind. Und das ist ähnlich wie der hölzerne Karren, der vom Raupenschlepper gezogen wird, ein weiterer Blick in die Vergangenheit. Das heißt, hier sind zwei Technologien parallel zu sehen. Also einerseits noch die Ochsen, noch der tierische Antrieb, noch der hölzerne Karren, der entsprechend schwer und massiv ausgeführt wurde, um der neuen Technologie zu entsprechen und bereits die neue Technologie, der benzingetriebene Raupenschlepper.

Über diesen Podcast

Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.

Ab Folge 153 ist für jede Episode ein redaktionell bearbeitetes Transskript hochgeladen.

Feed-URL
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von und mit Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard Pilz

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