Bad Goisern - Seeklause Instandsetzung
Seit dem 16. Jahrhundert steuert die Seeklause den Wasserstand des Hallstättersees und der Traun. Hochwasser und Geschiebe haben das technische Denkmal stark beansprucht. Ein Klaustor wurde aus seinem Lager gerissen, weil die Konstruktion durch langjährige Geschiebebelastung abgenutzt war. Nun legt man die Klausstuben mit Spundwänden trocken und erneuert sie baugleich. Die Piloten der steingefüllten Klausstuben stecken nur ein bis zwei Meter tief im Grund. Dieses einfache Prinzip hält dennoch dem Wasserdruck stand. Ein dendrochronologisch auf 1721 datierter Torbaum beweist die lange Haltbarkeit von Tannenholz, das sich ständig unter Wasser befindet.
Die langfristige Erhaltung hängt vor allem von den Handwerkern ab, die das Bauwerk kennen und pflegen. Ihre Kompetenz sichert die traditionellen Techniken und erlaubt sinnvolle Anpassungen. An kritischen Stellen unter Wasser ersetzen lange Vollgewindeschrauben die geschmiedeten Nägel und erhöhen den Auszugswiderstand. Authentizität bedeutet hier nicht die unveränderte materielle Substanz, sondern die fortgeführte Tradition der Instandhaltung mit gleichartigen Baustoffen und Handwerkstechniken.
Link zur Episode über die Baugeschichte und Funktionsweise der Seeklause.
Link zur Episode mit der Klausmeisterin Trausner.
Link zur Episode mit dem Hammerschmied Atzmansdorfer.
Weiterführende Informationen zur Seeklause.
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